Bericht der ADI 2025: Hervorragende Leistungen im Ostfrankreich
Am 29. Januar 2026 hat Business France seinen nationalen Bericht über ausländische Direktinvestitionen (ADI) für alle französischen Regionen veröffentlicht. Die Region Grand Est zählt zu den drei attraktivsten Regionen Frankreichs. Über diese Ergebnisse hinaus hebt der Bericht einen klaren regionalen Fokus hervor und bekräftigt damit eindeutig die Offenheit der Region Grand Est für gezielte internationale Investitionen, die in vollem Umfang zur Dynamik und Reindustrialisierung aller ihrer Gebiete beitragen.
Nachhaltiges Wachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen
Im Jahr 2025 hat die Region Grand Est einen deutlichen Anstieg ausländischer Direktinvestitionen (ADI) verzeichnet, mit 198 betreuten Projekten und 4.896 neu geschaffenen Arbeitsplätzen. Die Region zählt neben der Île-de-France und Auvergne-Rhône-Alpes zu den drei führenden französischen Standorten für ADI, gemessen an der Anzahl der im Jahr 2025 registrierten Projekte.
Zwischen 2021 und 2025 wurden mehr als 800 Projekte von ausländischen Unternehmen angekündigt, die insgesamt 22.500 neue Arbeitsplätze sowie Investitionen in Höhe von mehr als 8 Milliarden Euro darstellen.
Die drei wichtigsten Investorenländer in Ostfrankreich bleiben auch 2025 unverändert: Deutschland steht an erster Stelle (30 % der Projekte), gefolgt von den Vereinigten Staaten (12 %) und dem Vereinigten Königreich (8 %). Im Jahr 2025 wurden zudem sechs Projekte aus Japan angekündigt – ein Niveau, das seit der Post-Covid-Periode erstmals wieder erreicht wurde.

Reindustrialisierungsprojekte zum Nutzen aller Territorien
Über die reinen Zahlen hinaus zeigt dieser Jahresbericht das Engagement der Region für die Unterstützung großer ausländischer Projekte, die mit der regionalen Reindustrialisierungsstrategie im Einklang stehen. Im Jahr 2025 machten Produktionsprojekte nahezu die Hälfte aller ausländischen Direktinvestitionsprojekte in Ostfrankreich aus. Auch die Erweiterungsprojekte bereits in der Region ansässiger ausländischer Unternehmen verzeichneten ein starkes Wachstum (+50 % gegenüber 2024). Einige bemerkenswerte Beispiele:

YANMAR – SAINT-DIZIER (52)
Das japanische Unternehmen Yanmar hat die strategische Entscheidung getroffen, seine gesamte Fertigung am französischen Standort Saint-Dizier in der Region Grand Est zu konzentrieren.
Das Projekt umfasst die Verlagerung und Integration der Aktivitäten am französischen Standort sowie die Modernisierung von Lagerflächen, Logistikinfrastruktur und Büroräumen. Für das Geschäftsjahr 2025 sind Investitionen in Höhe von 4,3 Millionen Euro geplant, wodurch 40 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. // Photo credits : ©WE_S – stock.adobe.com
DAIMLER BUSES – LIGNY-EN-BARROIS (55)
Als größter privater Arbeitgeber im Département Meuse beliefert der Produktionsstandort von Daimler Buses France (Daimler Trucks AG Group) in Ligny-en-Barrois einen großen Teil des europäischen Marktes, insbesondere mit den Elektrobusmodellen eCitaro und künftig auch dem Überlandbus eIntouro.
Der deutsche Konzern hat für das Jahr 2025 einen neuen Investitionsplan in Höhe von zusätzlichen 50 Millionen Euro für diesen Standort sowie Neueinstellungen angekündigt, um den Übergang zur ausschließlichen Produktion emissionsfreier Elektrofahrzeuge zu unterstützen.

Ausländische Direktinvestitionen: Motor für eine zunehmend kreislauforientierte regionale Industrie
Durch die Reindustrialisierung der Regionen trägt die Regionalpolitik maßgeblich zur Attraktivität des Standorts bei und leistet einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der Kreislaufwirtschaft von morgen. In diesem Jahr wurden in der Region mehrere große ausländische Projekte zur Förderung der Kreislaufwirtschaft gestartet, insbesondere dank der Unterstützungsleistungen von Grand Est Développement.
CIRC – ST. AVOLD (68)
CIRC wurde 2011 gegründet und ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das gemischte Textilien recycelt und in Rohstoffe umwandelt. Das Unternehmen hat renommierte Investoren gewonnen, darunter Milliken, Avery Dennison, Breakthrough Energy und Inditex.
Im Rahmen seiner internationalen Expansion lässt sich CIRC in Saint-Avold (Moselle) nieder und plant, innerhalb von drei Jahren 200 Arbeitsplätze zu schaffen. Damit trägt das Projekt zur Stärkung der französischen Souveränität in der Kreislaufwirtschaft im Textilsektor bei. Der Standort wird eine Kapazität von 70.000 Tonnen recycelbarer Textilien pro Jahr haben. Der Baubeginn ist für Ende 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2028.

Ergebnisse, die die Strategie der Region Grand Est seit zehn Jahren bestätigen
Über die Zahlen hinaus bestätigt die Bilanz 2025 der internationalen Investitionen in der Region Grand Est die Relevanz der regionalen Attraktivitätsstrategie sowie das Engagement aller Akteure, die sich für eine nachhaltige Entwicklung in Zukunftsbranchen wie Bioökonomie, Industrie 5.0, Life Sciences und Digitaltechnologien einsetzen.

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